Lektion 2
30. September 2021



Gruppenarbeit Bildbetrachtung
Zu Beginn der Stunde sollten wir zusammen in einer Gruppe ein Bild analysieren. Dabei galt es folgende Fragen zu beantworten:
1) Was sehen Sie?
- Wald
- 8 Leute stehen um Feuerstelle
- warme Kleidung
- wenig Gepäck dabei
- einer legt etwas auf den Grill
- Tasche 3-sprachig beschriftet
- freudig
2) Was denken Sie?
- Corona Zusammenkunft
- keine Feier
- spontan
- Winter
- aus ärmeren Regionen ("Junkies")
- Ort: Schweiz
- bedrückend
Kommunikationsmodell
Das Kommunikationsmodell von Friedemann Schulz von Thun stellt die verschiedenen Arten dar, wie etwas vom Sender "gesendet" werden kann und wie etwas vom Empfänger "empfangen" werden kann. Dabei kann eine Aussage verschieden gemeint und verschieden verstanden werden:
- Sachebene
- Apellebene
- Beziehungsebene
- Selbstkundgabe
- Nicht nur Worte können auf diese Weise gemeint oder verstanden werden, sondern auch Bilder können anhand vier verschiedener Sichtweisen interpretiert werden. Der Fotograf Martin Zurmühle wendete das Kommunikationsmodell auf die Fotografie an, wodurch das Vier-Augen-Modell entstand. Bei Bildern steht das Visuelle im Vordergrund und man unterscheidet zwischen vier verschiedenen Augen, mit welchen das Bild wahrgenommen werden kann (Form-Auge, Erzähl-Auge, Gefühls-Auge, Ich-Auge).

Bilder im Kontext
Bilder können sehr aussagekräftig sein. Im heutigen Seminar wurde uns anhand verschiedener Bildern verdeutlicht, dass Bilder je nach Blickwinkel total unterschiedlich wirken können. Auch können Bilder in einen "falschen" Kontext gebracht werden und dadurch etwas völlig Falsches vermitteln. Das Bild rechts verdeutlicht, wie manipulativ Bilder verwendet werden können. Je nach Bildausschnitt werden komplett unterschiedliche Informationen vermittelt.
Storytelling
Storys können auf ganz unterschiedliche Arten erzählt werden. Oft ist die Geschichte an und für sich nicht wirklich entscheidend ob sich jemand dafür interessiert oder nicht. Wichtig ist viel mehr, wie die Geschichte erzählt wird. Dafür haben wir verschiedene Werbespots angeschaut, die Geschichte dahinter analysiert und gemeinsam besprochen, ob die Geschichte gelungen ist oder nicht. Ich habe hier ein Werbevideo von "Under Armour" verlinkt, welches ich selbst als sehr gelungen ansehe.
Arbeitsauftrag auf nächste Woche:
Reflexion
Bereits im Gymnasium haben wir Bilder analysiert und besprachen im Unterricht, wie Bilder (falsch)interpretiert werden können. Oft hängt es nämlich vom Kontext ab, wie wir ein Bild schlussendlich verstehen. Je nachdem in welchen Zusammenhang das Bild gebracht wird, kann es auf uns total unterschiedliche Wirkungen ausüben. Dies kann man im Alltag zwar nicht wirklich umgehen, jedoch ist es sehr wichtig, sich dessen bewusst zu machen. Wichtig ist, nicht immer alles zu glauben was man sieht, sondern die Dinge immer kritisch zu hinterfragen, sowie auch offen für andere Sichtweisen zu sein.
Auch das Kommunikationsmodel haben wir im Gymnasium bereits behandelt. Das Vier-Augen-Model war für mich jedoch neu. Die Übertragung vom Kommunikationsmodell zu diesem Model war demnach sehr spannend für mich, jedoch auch nicht ganz einfach. Mit einigen Beispielen und Übungen wurde mir der Unterschied der vier verschiedenen Augen, mit welchen ein Bild betrachtet werden kann, jedoch etwas klarer.
Der letzte Teil der Lektion, das Analysieren der verschiedenen Werbevideos, hat mir sehr gut gefallen. Ich war extrem fasziniert von den Geschichten, die hinter den Werbungen standen und besonders der Werbespot von "Under Armour" hat mich sehr berührt. (It's what you do in the dark, that puts you in the light).
Mir hat die Stunde heute etwas die Augen dafür geöffnet, dass oft nicht alles so ist, wie es scheint. Möchte jemand eine Information vermitteln, kann er dies oft sehr glaubwürdig machen, indem er genau die Information raussucht, welche seine Meinung unterstützt. Dies kann im Alltag natürlich sehr praktisch sein, da man seine Meinung gut untermauern kann. Jedoch kann dies auch zu Missverständnissen und Falschinformationen führen. Um dies möglichst zu vermeiden sollte man die Dinge also immer kritisch hinterfragen und auch andere Sichtweisen in Betracht ziehen.
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